Weingut Arndt Köbelin (Baden)
K&M Entdeckung 2006!
"Zur richtigen Zeit am richtigen Ort." So könnte man den Erstkontakt mit den Weinen von Arndt Köbelin auf einer Weinmesse im Badischen Anfang 2006 beschreiben. Sofort hat es bei seinen Weinen gefunkt. Nichts belangloses, sondern von Grund auf durchstrukturierte Weine, die enorm viel Trinkspaß bereiten. Arndt Köbelin war bis Juni 2005 erster Kellermeister der renommierten badischen Winzergenossenschaft Durbach. Ihm ist es zum großen Teil "anzukreiden", dass die Weine in seiner Zeit als Kellermeister einen enormen qualitativen Aufschwung erfuhren. Man war traurig, einen solch unglaublich begabten Mann zu verlieren. Mit dem Abschied begann aber für den Mitte 30-jährigen eine neuer Abschnitt. Das eigene Weingut! 2005 war sein erster Jahrgang, für uns mit das Beste, was wir am Kaiserstuhl probieren konnten. Nachdem wir noch einmal Ende Dezember den aktuellen 2006er Jahrgang vom Fass probieren konnten, haben wir sofort zugegriffen.
Nach diversen Auslandspraktiken in Neuseeland und im Burgund machte er sich in seinem elterlichen Weingut am Kaiserstuhl selbstständig. Seine Vision war und ist, den Weinen einen unverwechselbaren, eigenen Ausdruck zu geben. "Die Gegend muss man schmecken", so sein Leitspruch. Schnell war klar, dass die Räumlichkeiten im elterlichen Weingut nicht ausreichend waren und so begann er im Juni 2006 mit dem Bau eines neuen Weingutes etwas außerhalb von Eichstetten. Moderne, funktionelle Architektur, viel Eigeninitiative, Hilfe von Freunden, Mut zur Investition, Abkehr von den Normen. Die Vision, etwas eigenes zu schaffen, hat Arndt Köbelin vorangetrieben, ein Mensch, der anpackt, der macht, der Visionen hat, voller Ideen steckt und versucht, diese nun mit seinen eigenen Weinen auszudrücken. Bei der Winzergenossenschaft war er zu arg in Schematas gepresst, er musste Vorgaben erfüllen, wie der Wein zu schmecken habe. Nichts für Ihn!
So setzt er im Weinberg auf organische Düngung der Reben, die teils bis zu 40 Jahre alt sind. Neuanpflanzungen werden nur mit selektionierten Reben ausgeführt, die er von einem alten Winzer im Elsaß bezieht, diese Reben bringen von Natur aus einen geringeren Ertrag und damit einfach ein mehr an Typizität ins Weinglas. Die besondere Lage der Spätburgunderreben in unmittelbarer Waldnähe mit ihrem besonderen Kleinklima (nachts Kühle, schnelles Abtrocknen durch Morgensonne), bringen unverwechselbare, frische, unheimliche tiefgründige Spätburgunder mit einer besonders aromatischen Fruchtfülle hervor.
Seine Weißweine (Rivaner, Riesling, Grau- & Weißburgunder) werden in kleinsten Bütten geerntet und per Gravitation und ohne Pumpen so schonend wie möglich zum Kelterhaus gebracht. Im Gegensatz zu vielen anderen Kollegen, die den Most sofort weiterverarbeiten, gönnt er diesem erst eine Nacht in der 3 Grad kühlen Kältekammer, damit sich die Aromen in den Trauben harmonisieren. Erst am nächsten Tag wird abgepresst, der Most anschließend wiederum für eine Nacht in der Kühlkammer gelagert, damit sich die Trubstoffe absetzen können. Am nächsten Tag setzen die weinbergseigenen Hefen die Gärung in Gang, diese erfolgt im Stahltank, für den Grauburgunder "S" auch im Barrique. Die Klärung der Moste erfolgt durch Abzug und ohne Druck.
Alles wird also so schonend wie möglich verarbeitet, um Qualität und Typizität zu erhalten. Dazu zählt natürlich auch die biodynamisch/organische Anbauweise, „denn nach wie vor entsteht Wein im Weinberg und nicht im Keller“, so Köbelin.
Gerne möchten wir diesen Mut zur Selbstständigkeit, den Weg, etwas eigenes zu kreieren, unterstützen. Von Arndt Köbelin werden wir - da glauben wir fest daran - in den kommenden Jahren noch viel hören.
Unser Sortiment beinhaltet 10 Wein(e) vom Erzeuger >>Weingut Arndt Köbelin<<
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